Ausflugsziele NRW: Kölner Zoo

Haupteingang Kölner Zoo

Beschreibung:
1860 wurde der Kölner Zoo als Aktiengesellschaft gegründet und ist heute der drittälteste zoologische Garten in Deutschland. In dieser fast 150 jährigen Geschichte gab es eine Vielzahl von verschiedenen Entwicklungsstadien, die auch heute offensichtlich noch nicht beendet sind. Pünktlich zum 150jährigem Jubiläum soll ein neues Hippodom hinzukommen, welches Heimat für Nilpferde, Krokodile und Echsen werden soll.

Laut Wikipedia soll der Kölner Zoo derzeit 7000 Tiere in 700 Arten auf einer Fläche von 20 Hektar beherbergen. Weiterhin wird dort vermerkt, dass der Zoo auch international sehr renommiert sein soll, da er sich an Erhaltungszuchten von Tierarten beteiligt, die vom Aussterben bedroht sind. Zu den Attraktionen des Zoos gehören derzeit unter anderem das Regenwaldhaus, der Elefantenpark und das Urwaldhaus für Menschenaffen.

Resümee:
Der Kölner Zoo bietet viele interessante Attraktionen wie zB. das Urwaldhaus für Menschenaffen, in dem u.a. wirklich beeindruckende Flachland-Gorillas und Borneo-Orang-Utans in natürlichen Familienverbänden leben. Generell bekommt man auch den Eindruck, dass allen Tieren ein Raum geschaffen wurde, der ansatzweise Artgerecht zu scheinen sei. Dies zumindest in Relationen gegenüber zu manchen Tierkäfigen in Zoos, in dem die Tiere sich kaum bewegen können. (Zum Glück gibt es hier ein Trend, dass man generell in Zoos weg von den kleinen Käfigen, hin zu einer etwas natürlichen Gehegelandschaft kommen möchte.) Interessant dabei, dass man einzelne Tiere schon beinahe in den Gehegen suchen musste, was natürlich den Tieren zugute kommt.

Wir waren (bei schönem Wetter) am Wochenende dort und entsprechend war der Zoo gut besucht. Insgesamt hatten wir aber nach dem Besuch recht gemischte Gefühle, was u.a. an den recht hohen Eintrittspreisen lag. 13,00€ für Erwachsende und 6,00€ für Kinder ab 4 Jahren, kann sich sicher nicht jeder allzu häufig leisten. Auch hier habe ich wieder dem Dortmunder Zoo oder den Zoo in Wuppertal im Hinterkopf die deutlich günstiger und somit auch Familienfreundlicher sind. Auch was die Attraktionen angeht, habe ich hier nicht unbedingt einen Mehrwert erkennen können, der den Preis rechtfertigt. Zumindest hat der Kölner Zoo bei mir persönlich nicht den bleibenden Eindruck hinterlassen, dass sich für uns die gut insgesamt 160 Kilometer Strecke (von Witten aus und zurück) wirklich gelohnt hätten. Natürlich, wenn man aus Köln und Umgebung kommt, dann bietet der Zoo u.a. den Vorteil, dass dieser sehr zentral zu erreichen ist. Was aber wiederum offensichtlich zur Folge hat, dass das Parken dort relativ teuer ist. Ich weiß jetzt nicht, was es im ZOO-Parkhaus gekostet hätte, aber wir haben recht nah am Haupteingang unter einer Brücke geparkt, was pauschal 4,00€ gekostet hat.

Wenn z.B. auch der Spielplatz dort nicht riesig aber ganz schön ist, das Angebot an Imbiss und Gastronomie sehr groß ist, gibt es Aufgrund der hohen Eintrittspreisen in der Bewertung “Familientauglichkeit bzw. Familienfreundlichkeit” entsprechend auch nur 3,5 von 5 Punkten.

Nett ist, dass in der Nähe des Zoos (nur ein paar Meter zu Fuß) auch eine Station der Rheinseilbahn ist und dass in der Saison der ZOO-Express (eine Bimmelbahn) zwischen ZOO-Haupteingang und Dom / Kreuzblume fährt. Auch muss positiv erwähnt werden, dass Monatags dort Zootag ist und dann ermäßigt für Erwachsende der Eintritt 9,50€ und für Kinder 4,00€ kostet.

Witzig und sicher nicht auf so vielen anderen Webseiten von Zoos in NRW zu finden, die Anmerkung bei den Öffnungszeiten:
“Kostümierte Besucher erhalten aus Sicherheitsgründen keinen Einlass in den Zoo.”


Ort:
Köln
Öffnungszeiten: Ganzjährlich mit unterschiedlichen Kassenschlusszeiten
Eintrittspreise: Erwachsene 13,00€ / Kinder und Jugendliche von 4-14 Jahren 6,00 € + ggf. Parken (Montags sowie für Gruppen und Studenten etc. Ermäßigungen)
Link: www.zoo-koeln.de

Bewertung:
Sport/Bewegung: 1/5
Familientauglichkeit bzw.
Familienfreundlichkeit: 3,5/5
Erholung: 4/5
Adrenalin: 1/5
Wiederholungsfaktor: Zumindest hier aus dem Einzugsgebiet Witten/Dortmund in nächster Zeit eher nicht. Und wenn dann mal in den Ferien montags zu ermäßigten Preisen.

*Update*
An dieser Stelle der Hinweis, dass die Preise mit Stand 03/2010 gegenüber den oben angegebenen um 1,00 € erhöht worden sind.

1 KOMMENTAR

  1. Hi, ich habe selbst einen Blog über den Kölner Zoo, da habe ich kürzlich auch was über Kinder im Zoo geschrieben, das ergänzt Deinen Artikel vielleicht: http://zoo.blog-haus.net/2009/04/kinder-im-koelner-zoo/

    Im Großen und Ganzen finde ich den Eintrittspreis auch zu hoch. Früher konnte man Eintrittskarten für das Aquarium/Terrarium einzeln kaufen, da war es dann etwas billiger, wenn man nur in den Zoo ging. Und beides schafft man – gerade mit Kindern – kaum an einem Tag.

    Die kleinen Attraktionen am Wegesrand für Kinder gehen leider an einem gut besuchten Wochenende ein wenig unter.

    Ich denke, der Zoo verwendet die hohen Eintrittspreise ganz gut: Du hast ja schon das Menschenaffenhaus erwähnt, natürlich hat der Elefantenpark auch Unsummen gekostet und ist eine echte Attraktion, denn wo sieht man schonmal so relaxte Elefanten wie bei uns? 😉 Nein, im Ernst, ich finde, man merkt ihnen an, dass sie sich in der Anlage wirklich wohl fühlen – allein der Innenbereich ist ja so groß wie das, was manche Elefanten im ganzen Gehege zur Verfügung haben. Als drittes ist das ebenfalls ziemlich neue Tropenhaus zu erwähnen und gerade jetzt werden wieder Milliardenbeträge für das Hippodom investiert.

    Allerdings wirkt der Zoo (auch durch die eingeschränkte Größe) wenig spektakulär – ich nehme an deswegen bist Du relativ wenig beeindruckt.

    So, nun gehe ich noch ein wenig in Deinem Blog stöbern, das ich bisher noch gar nicht kenne. 🙂

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